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Biologie in Osnabrück oder Tübingen

 
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viper



Anmeldungsdatum: 13.08.2009
Beiträge: 1
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 13. Aug 2009 14:54    Titel: Biologie in Osnabrück oder Tübingen Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich werde dieses Wintersemester anfangen Biologie zu studieren mit dem Ziel mich später auf Mikrobiologie und Genetik zu spezialisieren.

Jetzt muss ich mich noch zwischen Osnabrück und Tübingen entscheiden.
Bei Osnabrück sehe ich den Vorteil in die Aufteilung des Biostudium in "Biologie der Zellen" und "Biologie der Organismen".
In Tübingen sitzt aber natürlich das Max Planck Institut, das für spätere Studienjahre interessant ist.

Freue mich auf Anregungen oder Erfahrungsberichte!

MfG

Maurice
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Gast





BeitragVerfasst am: 13. Aug 2009 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich möchte jetzt nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Ich rate dir, geh gleich dorthin, wo die Arbeitsplätze sind. Osnabrück ist biologisches Niemalsland. Die Biotechnologie sitzt hauptsächlich im Süden. Die Hürde, ein Praktikum hunderte Kilometer entfernt aufzunehmen ist denke ich höher, als wenn es "nebenan" liegt. Gerade weil die meisten Semesterferien mit uniinternen Praktika vollgeballert sind und somit Praktika ausserhalb eh kaum möglich (die Industrie hat - zumindest in offiziellen Ausschreibungen - meist eine Mindestpraktikumsdauer von 3 Monaten).

Bist du sicher, dass du Biologie studieren willst ? Ich glaube wenn man davon wirklich überzeugt ist, dann ist das WO eher untergeordnet. Dir sollte klar sein, dass die Promotion fast Pflicht ist, schau dich mal etwas um, wo es Jobangebote für Diploma/Master gibt. Da findet sich so gut wie nichts. Auch Angebote, die erstmal nur nach "Biologen" suchen, haben meist die Promotion bei den Anforderungen stehen. Doktorarbeiten werden dagegen wie Karnevalskaramelle angeboten. Klar, eine billige Arbeitskraft (1000 Euro im Monat), die von Morgens bis Abends im Labor malocht (Wochenendarbeit ist für Leute, die Montags frische Zellen brauchen, auch fast Pflicht. Selbst wenn man Sonntag Abends nur für 1 oder 2 Stunden hin muss, das nervt!). Das Ganze am besten noch 4 Jahre lang, weil 3 ja nicht ausreicht...
Das muss man mögen. Morgens im Dunkeln das Labor betreten und Abends im Dunkeln das Labor verlassen. Ich hab aber glaub ich auch viele Negativbeispiele miterlebt.

Ich will niemanden desillusionieren, aber wenn ich meine Kommilitonen frage, dann höre ich oft, dass sie auf keinen Fall promovieren wollen, aber sich bisher auch noch nicht auf dem Arbeitsmarkt umgeschaut haben. Die werden sich noch wundern...

Lass dir das mal durch den Kopf gehen.
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