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Dr. in Genetik und Molekularbiologie - was danach?
 
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Michaela.



Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 22. Nov 2007 08:23    Titel: Dr. in Genetik und Molekularbiologie - was danach? Antworten mit Zitat

Tach!

Nachdem ich nach 10 maligen Tippen bei der Anmeldung den Code dann doch mal richtig hatte Hilfe bin ich nun auch hier.
Mein Name ist Michaela und ich mache gerade meine Dissertation in Genetik und Molekularbiologie.

Da ich ca. in 1-2 Jahren fertig sein werde, mach ich mir nun Gedanken, wie es denn weitergehen wird.
Irgendwie hab ich schlechte Vorstellungen der Zukunft, ich seh mich eigentlich nicht mein Leben lang in der Grundlagenforschung.

Deshalb meine Frage:

Was habt ihr so vor nach dem Studium?
Was sind eure Perspektiven und Berufswünsche?

Freue mich auf viele Postings. Wink
LG Michaela.
Michaela.



Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 26. Nov 2007 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

unglücklich

75 User gelesen und niemand eine Meinung dazu?? Hilfe
madze



Anmeldungsdatum: 04.10.2007
Beiträge: 148

BeitragVerfasst am: 26. Nov 2007 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin grade in der 12. Hab aber auch vor Biologie zu studieren. Wink
Bert



Anmeldungsdatum: 26.09.2007
Beiträge: 82
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 26. Nov 2007 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Michaela. hat Folgendes geschrieben:
unglücklich

75 User gelesen und niemand eine Meinung dazu?? Hilfe


Wenn dir das hilft ... Augenzwinkern

„Genetik und Molekularbiologie“ ist ein weites Feld, das sehr viele Forschungsgebiete umfasst, von denen du jedoch nur eines oder zwei kompetent überschauen und bearbeiten kannst; das wird dann deine Berufsmöglichkeiten entsprechend einschränken (alea iacta est).

Zitat:
Was habt ihr so vor nach dem Studium? Was sind eure Perspektiven und Berufswünsche?


Ich wußte es schon vor dem Beginn meines Studiums, dementsprechend habe ich auch die Wahl der einzelnen Fächer getroffen. So befürchte ich, daß du jetzt nicht mehr nach Herz und Lust wählen kannst, sondern schauen mußt, in welches Qualifikationsmuster du paßt. Den Schwerpunkt wird sicherlich das Thema deiner Dissertation bilden.
Ein ganz anderer (dennoch sehr wichtiger) Aspekt ist deine Lebensplanung (Auslandsaufenthalt, Familie ...).

Die ersten sechs Jahre habe ich in der Grundlagenforschung verbracht - möchte ich nicht missen, das hat mir wirklich sehr viel gebracht!
Seit etwa zehn Jahren bin ich in der angewandten Forschung, wo ich (im Auftrag) für diverse Industrieunternehmen Prozesse entwickle und auf Hochleistung optimiere – da ist Schluß mit Forschungsfreiheit (die ich in der Grundlagenforschung sehr genossen hatte); das einzige Interesse ist der fertige Prozeß unglücklich. Wissenschaftlich interessante Ergebnisse bleiben auf der Strecke, publizieren darfst du nur dann, wenn das dein Auftraggeber erlaubt (meist geheime Aufträge, also keine Publikationen). Nicht verschweigen will ich den Reiz, daß die (für den Auftraggeber interessanten) Ergebnisse nicht in einem Lehrbuch (oder gar Schublade) enden, sondern tatsächlich im Herstellungsprozeß umgesetzt werden (Patente, Gewinnbeteiligung).

_________________
Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht. [Albert Einstein]
Michaela.



Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2007 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hier in Österreich ist das nicht so einfach mit "Fächer wählen", um nicht zu sagen, es ist garnicht möglich.

Wir haben hier einen Studienplan an dem man sich halten muss, es werden vielleicht 3-4 Fächer zum Aussuchen angeboten, alles andere wird vorgegeben und kann nicht gewählt werden.

Es ist festgelegt, dass man im Semester XY die Fächer XYZ belegen muss - das gibt es keine Wahlmöglichkeiten.

Auch die Diplomarbeit ist in dem Sinne nicht ganz frei wählbar, bzw muss man nehmen, was man bekommt, es gibt wenige Plätze und viele Studenten und noch weniger gute Gruppen, die einem auch wirklich was beibringen können.

Bei der Diss schauts natürlich anders aus, da bin ich nun in einem Gebiet, welches mich interessiert und arbeite mit Methoden, die sehr gut sind.

Jedoch will ich nach der Diss weg aus der Grundlangenforschung, ich will nicht mein Leben lanf pipettieren, ich bin eher ein Typ für Produktmanagement oder ähnliches.

Deswegen meine Frage nach den Perpektiven, die ihr für euer Leben nach dem Studium seht.

LG
chefin
Organisator


Anmeldungsdatum: 28.04.2004
Beiträge: 1551
Wohnort: Oberhausen

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2007 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,
hier sind wenige Doktoren unterwegs, und die, die ich persönlich dafür halte, wollen sich dazu nicht äußern.
Ich selbst habe im Jahre 1980 mein Diplom beendet, Fächer Mikrobiologie, Pharmakologie und physiologische Chemie. Das war aber noch eine Zeit, in der Frauen in der Industrie nicht wirklich eine faire Chance hatten (Frauen machten keinen Doktor, sondern heiraten ihn, Das war der Spruch, der mich schon damals geärgert hat, aber die Möglichkeiten von Frauen gut traf)
Ich habe bereits 79 angefangen, nebenberuflich zu unterrichten und meinte dann, Arbeitslosigkeit mit diesem Job überbrücken zu können. Nach ca. 100 bis mehr Bewerbungen, Eheschließung und Kindern bin ich nunmehr seit fast 29 Jahren im Schuldienst, seit Jahren hauptberuflich.
Mein Job macht mir Spaß! Und das allein ist letztendlich wichtig. Ich habe Kollegen mit Dissertation und sogar einen habilitierten, der nach Jahrelanger Forschungsarbeit im Krebsbereich nun an unserer Schule ist.
Er war einfach den ewigen Kampf um Forschungsgelder und die ewige Unsicherheit leid. Für uns ist es eine Bereicherung, der fachliche und private Austausch unter uns Kollegen macht viel Spaß und bereichert uns und unseren Unterricht, weil wir sehr eng zusammenarbeiten.
wir probieren immer mal etwas Neues aus. Zur Zeit entwickeln wir für unsere Schüler ein Internetportal, wo wir die Unterrichtsmaterialien hinterlegen wollen. Aber wegen der vielen Arbeit wird das noch ein bisschen dauern, eh wir damit an den Start gehen können. Aber dann.... Thumbs up!

_________________
Wissen ist Macht, Nichtwissen macht machtlos
Bert



Anmeldungsdatum: 26.09.2007
Beiträge: 82
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 28. Nov 2007 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Michaela. hat Folgendes geschrieben:

Jedoch will ich nach der Diss weg aus der Grundlangenforschung, ich will nicht mein Leben lanf pipettieren ...
LG


Um das Pipettieren mach dir keine Sorgen (für diese Tätigkeiten kriegst du TAs ); Pipettieren wird sicherlich nicht zu deinen Hauptaufgaben gehören. Du wirst vor allem Lösungskonzepte entwickeln, Projekte planen und koordinieren, Forschungsanträge und Berichte schreiben, Laboranten, Doktoranden, Diplomanden betreuen, Endauswertung, Interpretation, Präsentation ... Es ist wichtig, einen engen Kontakt zum Labor zu halten, damit deine Planung im Einklang mit der Realität (Laboralltag) steht, aber zum Pipettieren kommst du (wenn überhaupt) sehr selten - das gilt auch für die Grundlagenforschung – als Postdoc hast du ein Team ...
Wichtig ist bei deiner Entscheidung, ob du im öffentlichen Dienst (Uni, Bundesforschungsanstalt o.ä.) oder direkt bei der Industrie arbeiten willst - für viele nur ein Geldaspekt, für mich sind es die internen Strukturen und Hierarchien, Forschungsschwerpunkt, Arbeitsklima, persönliche Freiheit ...
Auch der Auslandsaufenthalt spielt eine wichtige Rolle - falls du ein paar Jahre im Ausland verbringen willst, wäre es vorteilhaft, dies gleich nach der Promotion zu tun, denn viele haben im Ausland ihre Karriereplanung gänzlich umgestaltet.

Du kannst dich auch bei diversen wissenschaftlichen Kongressen umsehen und bei einer Postersession mit Wissenschaftlern ins Gespräch kommen; meist merkt man schon nach 5 Minuten, welche Verhältnisse in den Instituten/Firmen herrschen ... Augenzwinkern

_________________
Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht. [Albert Einstein]
revilo



Anmeldungsdatum: 13.12.2007
Beiträge: 79

BeitragVerfasst am: 13. Dez 2007 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

hallo michaela
ich hoffe du bist noch in diesem forum unterwegs, weil dein beitrag schon ein bißchen zurückliegt.
ich bin auch dr. in biologie ... nach der promotion war ich zwei jahre arbeitslos, trotz einiger hundert bewerbungen in alle möglichen berufsfelder ... ich habe da so einiges erlebt, von sie können ja umsonst arbeiten, geld gibts nicht, sie bekommen halbes gehalt, arbeiten aber ganztägig, oder sie können ja geldanlagen verkaufen ... ich habe in dieser zeit eine weiterbildung und zwei praktika absolviert ... und den quereinstieg in das lehramt versucht ... alles vergeblich ... vor zwei jahren habe ich mich dann wieder an der uni eingeschrieben und absolviere gerade mein erstes staatsexamen, mit dem ziel lehrer für chemie und biologie zu werden ... hmm ich habe im rahmen des studiums mehrere praktika an schulen machen müssen ... und kann sagen, lehrer zu sein fällt mir nicht leicht, insbesondere haperts mit der disziplin, auch bin ich am anfang schülern und neuen situationen gegenüber unsicher und reserviert ... aber ich spüre für mich den wunsch, mich da einzuarbeiten, denke auch, dass gerade diese etwas vorsichtigere einstellung mir helfen wird, nicht schnell durch überschätzung zu scheitern ... gerade biologie und chemie sind fächer (abgesehen davon ist chemie mangelfach), die viel gestaltungsmöglichkeit bieten und wo richtig guter unterricht möglich ist ... eben weil man da mit originalmaterialien arbeiten kann ... und ich nehme die herausforderung an ... von der notlösung zur lösung sozusagen ...
Smile
viele grüße
oliver
Michaela.



Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 09. Apr 2008 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Danke für die vielen Antworten, das hör ich leider oft, dass man nach diesem Studium keine Arbeit bekommt. grübelnd

Ich möchte eigentlich keine Gruppe leiten und weiterhin in der Forschung bleiben, sondern eher weg vom der ganzen Forschung.

Bin irgendwie mehr als orientierungslos im Moment.

Deswegen war eben meine Frage, was man sonst noch machen könnte.

Produktmanagement zb würd mich interessieren, irgendwo in der Industrie, aber dazu hab ich keinerlei Ausbildung.

Vielleicht wäre es sinnvoll Fernkurse oder sowas zu belegen, was meint ihr?

LG
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